Frage von Schleier des Nichtwissens: Welche Nachteile haben EU-Neuwagen?
Welche Gründe sprechen dagegen, sich – nachdem man sich für ein bestimmtes Modell entschieden hat – für das EU-Modell statt für die deutsche Variante zu entscheiden?

Konkret: Meines Wissens käme mich ein EU-Import billiger als ein klassisch deutscher Neuwagen, auch als Jahreswagen oder Vorführwagen. Da ich demnächst umziehe, würde ich auch nicht vom Service des Autohauses um die Ecke profitieren.
Unter Berücksichtigung der Autoverkäufer: Gibt es einen Grund, warum ich ein Autohaus, das nur deutsche Modelle verkauft, gegenüber dem auch EU-importierenden Autohaus bevorzugen sollte?
Und schließlich hinsichtlich der EU-Importeure: Welches Autohaus würdet Ihr mir empfehlen?

Besten Dank für hilfreiche Antworten.
Zwei sehr gute Antworten. Wäre für eine Entscheidungshilfe sehr dankbar

Beste Antwort:

Answer by MucFJB
Es gibt keinen Grund, der gegen den EU-Import eines Fahrzeuges spricht. Selbst die Gewährleistung ist auch in Deutschland garantiert.

Wenn Du einen Importeur suchst, einfach googeln unter “Neuwagen EU Import”. Und wenn Du einen Wagen unter Händler xxx gefunden hast, nochmals googeln unter “xxx meinung”. Dort findest Du i.d.R. Leute, die Erfahrung mit diesem Händler haben und dementsprechende Kommentare abgeben.

Wissen Sie es besser? Antworten Sie in den Kommentaren!

Google+
Teilen

3 Kommentare zu “Welche Nachteile haben EU-Neuwagen?”

  1. willou sagt:

    Grundsätzlich gibt es keinen Nachteil.

    Aber – wie (fast) immer, wenn es heißt “grundsätzlich”
    gibt es Ausnahmen.

    Vor inzwischen schon sechs Jahren (also eine “halbe
    Ewigkeit” im Wirtschaftsleben) hab’ ich mich selbst
    mal intensiv mit dieser Möglichkeit der Neuanschaffung
    befasst.

    Allerdings habe ich dann den Händler vor Ort mit
    der höchstmöglichen Einsparung konfrontiert, die
    ich über EU-Kauf hätte hereinholen können (mit
    für ihn sichtbarem Beleg) und dadurch bei ihm
    einen erheblichen Preisnachlass zuzügl. einiger
    für ihn günstiger, für mich sinnvoller Nebenab-
    sprachen (1 Satz neuer Winterreifen dazu,
    kostenloser Einbau div. Extras etc.)

    Ich kann mich aber gut erinnern, dass ich einige
    Dinge hätte beachten müssen, wenn ich mich
    letztlich doch für den EU-Kauf entschieden hätte.

    6 Jahre später heißt auch 6 Jahre länger Ausbau
    des Internets – das heißt, ich würde Dir sehr
    empfehlen, nicht nur hier zu fragen, sondern
    noch mehr im Netz zu recherchieren. Insbesondere
    in den Foren gibt es von jenen, die Erfahrungen
    gemacht haben, hochinteress. Tipps.

    Die Frage nach dem richtigen Autohaus ist seriös
    m.E. nicht zu beantworten, weil das vom Typ
    des Fahrzeuges abhängt, dass Du anschaffen
    willst.

    Zudem die EU-Händler in Deutschland auch noch
    mal ganz schön abkassieren. Bei mir damals
    (Mazda) wäre es sinnvoll gewesen, mal eben
    nach Dänemark zu fahren und vor Ort zu kaufen.

    Also: Umfangreiche Recherche kostet Zeit – kann
    aber hier echt viel Mücken sparen :-) ))

  2. nerone sagt:

    Rückrufe – en masse – wart’s ab

  3. j f sagt:

    Es gibt keine allgemeinen Nachteile.
    Ich habe selbst schon 2 Autos (1 x neu, 1 x Vorführwagen) als Re-Import bzw. freie Importe gekauft, und würde es jederzeit wieder tun.
    Es gibt allerdings einige Stolpersteine dabei, und man muss sich sehr gut auskennen und sich sehr intensiv mit der Materie befassen, wenn man keine Enttäuschung erleben will. Mir macht das Spass, ich investiere die dafür nötige Zeit gerne.

    Mögliche Stolpersteine:

    - Im Fall von Mängeln am Auto, für die Du Gewährleistung haben willst, musst Du Dich an den Händler wenden. Dass ist eventuell kompliziert, wenn der eigentliche Händler z. B. in Portugal sitzt, und Du Dein Auto über einen Vermittler in Deutschland gekauft hast, oder sogar direkt im EU-Ausland. Du hast es erheblich leichter, wenn Du bei einem Reimporteur, der ganz offiziell als Zwischenhändler (und eben nicht als Vermittler) auftritt, einen Kaufvertrag nach deutschem Recht abschließt.

    - Für jeden Markt werden die Autos eines Typs unterschiedlich ausgestattet, und teilweise gibt es auch technische Unterschiede, trotz identischer Modellbezeichnung. Die Werks-Garantie für das Fahrzeug gilt zwar üblicherweise europaweit, aber die Garantiebedingungen und Garantieleistungen können sich für das gleiche Fahrzeug unterscheiden, je nachdem, für welchen nationalen Markt es in Verkehr gebracht wurde.
    Tendenziell haben Fahrzeuge für Süd- und Osteuropäische Länder serienmäßig mehr Komfortausstattung, aber weniger Sicherheitsausstattung an Bord.
    Um hier bösen Überraschungen vorzubeugen, musst Du viel Recherchearbeit betreiben. Vergleiche die Original-Fahrzeugbeschreibung und Garantiebestimmungen für den “offiziellen” Markt des Fahrzeugs (z. B. Portugal) mit den Fahrzeugbeschreibungen und Garantiebestimmungen des deutschen Marktes. An diese Informationen heranzukommen, ist in Zeiten des Internets recht einfach, aber schwierig wird es, wenn Du die Sprache des “Reimport-Landes” nicht beherrschst. (ohne sehr gute Portugiesisch-Kenntnisse kannst Du in diesem Beispiel den Vergleich nicht machen!). Du kannst Dir zwar vom Reimporteur eine bestimmte Ausstattung zusichern lassen, aber dass setzt voraus, dass Du alles ganz genau weist, worauf Du Wert legst. Wenn das Auto dann doch im einen oder anderen Detail anders ist als vom Reimporteur beschrieben, hast Du bei kleineren Abweichung üblicherweise keinen Anspruch darauf, den Kauf rückgängig zu machen!

    - Willst Du das Auto in absehbarer Zeit wieder verkaufen? Dann wird der Gebrauchtwagenkäufer darauf bestehen, dass Du einen Teil Deines Preisvorteils beim Reimport-Kauf an ihn weitergibst. Somit hast Du gegenüber dem deutschen Listenpreis beim Reimportwagen einen höheren Wertverlust. Berücksichtige das bei Preisvergleichen mit “gut verhandelten” Neuwagen für den deutschen Markt! Verschweigen darfst Du die Herkunft des Autos beim Wiederverkauf nicht, es gibt einschlägige Gerichtsurteile, denen zufolge die Eigenschaft “Reimport” eine wesentliche Eigenschaft ist, die unbedingt dem Käufer mitgeteilt werden muss.

    - Man hört immer wieder mal Berichte, dass Autowerkstätten ein Reimport Auto nicht reparieren wollen oder Dich als Kunden extra schlecht behandeln. Dazu kann ich aber nur sagen: Niemand zwingt Dich, Dein Auto in eine bestimmte Werkstatt zu geben. Auswahl gibt es genug.

Kommentar schreiben